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Saponine – Schutz für die Pflanze

Saponine gehören zur großen Gruppe der Sekundären Pflanzenstoffe und sind im Pflanzenreich weit verbreitet.  Kartoffeln, Tomaten, Erbse, rote Beete, Hülsenfrüchte, Spinat, Ginseng, einige Teesorten, Zuckerrübe Rosskastanie und Spargel, sie alle enthalten Saponine. Dazu kommen noch die indische Waschnuss und das Seifenkraut die beide als Waschmittel verwendet werden.
Namensgebend für Saponine ist die Wirkung als Emulgator. Bei einigen Pflanzen ist diese so ausgeprägt daß in einer wässrigen Lösung durch schütteln Schaumbildung erfolgt.  Die Saponine der indischen Waschnuss und des Seifenkraut ermöglichen eine Verwendung als Waschmittel.
Nachtschattengewächse, bei uns also hauptsächlich Tomate und Kartoffeln schützen sich durch Saponine gegen Fressfeinde. In der unreifen Frucht und in den Blättern sind Saponine enthalten welche – in hohen Konzentrationen – rote Blutkörperchen zerstören und so den Fressfeind schädigen. 
Inzwischen können wir einigen Saponinen durchaus eine Heilwirkung nachsagen. Einige S haben Schutzwirkung gegenüber Pilzen, zeigen Wirkung gegenüber Blutungen und Ödemen.  Zudem wirken sie entzündungshemmend, schleimlösend und harntreibend.  S aus dem kleinen Fettblatt können zur Gedächtnissteigerung und zur Linderung von Müdigkeit verwendet werden.  Hier können wir noch eine eine enorme Vermehrung unseres Wissens erwarten.
Pflanzen haben – im Gegensatz zu Säugetieren – kein Immunsystem. Sie müssen also einen anderen Weg finden um sich gegen Schädlinge zu schützen.  S sind ein Teil des chemischen Abwehrmechanismus. Ehrlicherweise können wir zugeben daß uns viele Wirkungen der S noch nicht bekannt sind. Auf unsere Forscher kommt da noch eine Menge Arbeit zu.

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