Getreide
Getreide ist der Oberbegriff für die Samen von verschiedenen Pflanzen aus der Familie der Gräser die vom Menschen kultiviert und verzehrt werden. Dabei haben verschiedene Teile der Welt jeweils ihre eigene „Getreidegeschichte“. Hirse wurde in Afrika kultiviert, Reis im Fernen Osten, Mais hat seinen Ursprung wohl in Mittelamerika, Weizen und Gerste von Indien bis zum Atlantik und Roggen und Hafer in Nordeuropa. Vorteil von Getreide ist daß es weltweit angebaut werden kann, einen hohen Ertrag liefert und die gesamte Verarbeitung von Maschinen übernommen werden kann.
Der Aufbau des Samen ist bei den verschiedenen Getreiden sehr ähnlich. Wir haben eine Schale (Pericarp), einen Mehlkörper (Endosperm) und einen ölhaltigen Keim (Embryo). Verarbeitet wird aus der Schale Kleie und aus dem Mehlkörper eben Mehl bzw. Stärke. Der Keim wird abgetrennt; das enthaltene Öl ist Verderbnisanfällig und beschränkt die Lagerfähigkeit.
Ein Wort zu Zölliakie. Zölliakie ist eine überschießende Autoimmunreaktion und tritt bei genetisch dispositionierten Menschen auf. Klassisch gelten Weizen, Roggen und Gerste als Auslöser. Bei anderen Getreidearten ist die Reaktion nur schwach bzw. gar nicht vorhanden. Eine Therapie ist nicht bekannt; beim Vermeiden der genannten Getreide tritt kein Zölliakie auf.
Pseudogetreide wie Buchweizen, Amarant oder Quinoa lösen kein Zölliakie aus.
Pellagra ist eine Mangelkrankheit die mit dem „unsachgemäßen“ Verzehr von Mais einhergeht. Heute tritt Pellagra praktisch nicht mehr auf.
- Weizen und seine Verwandten
- Weizen gibt es in verschiedenen Unterarten. Weizen ist das wichtigste Brotgetreide.
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